im ersten richtigen Post auf "LettersfromAsia" geht es um die Entscheidung für ein Auslandssemester und wie man diesen Weg mit unterschiedlichen Mitteln gehen kann.
Es gibt mit Sicherheit Webseiten mit besseren Infos von Leuten, die sich weitaus besser auskennen. Deshalb soll das hier nur ein kleiner Überblick sein.
1. Erasmus
Das ist wohl der Weg, den die meisten Studenten gehen werden: über die Partneruniversitäten der eigenen Universität. Die Bewerbung für das Programm erfolgt an der Heimatuniversität, die auch alle Bewerbungskriterien festlegt. An einigen Hochschulen reicht eine Anmeldung aus, andere führen
Sprachtests durch, brauchen Notenübersichten, etc. An meiner Universität ist zudem ein Motivationsschreiben in englisch oder Landessprache erforderlich sowie ein kurzes Auswahlgespräch zusammen mit dem Koordinator. Der
Auslandsaufenthalt kann ein Semester oder ein Studienjahr dauern. Es gibt zwei große Pluspunkte, für die es sich lohnt eine ausführliche und gute Bewerbung für ein Erasmusprogramm abzuschicken. Zum einen werden in den meisten Fällen die Studiengebühren übernommen. Je nach Zielland können das mehrere Tausend Euro sein. Vor allem für Studenten, die in den USA ein Semester verbringen möchten ist Erasmus fast die einzige Option (außer sie haben viel gespart und/oder reiche Eltern). Zum anderen ist die Organisation des Semester durch Erasmus erheblich erleichtert. Deine Heimatuniversität übernimmt die komplette Kommunikation mit der Partneruniversität und hilft dir dabei eine Unterkunft zu finden sowie die Learning Agreements auszufüllen oder auch den kompletten Stundenplan im Ausland festzulegen. Besonders bei Learning Agreements gibt es bei Freemovern immer wieder Probleme. Oft werden erbrachte Leistungen im Ausland nicht anerkannt.
Nochmal zusammengefasst:
| + umfangreiche Hilfestellung durch Heimatuniversität + Übernahme der Studiengebühren + Sicherheit durch Learning Agreements + viele Universitäten sind nur über Erasmus verfügbar |
- umfangreiche Bewerbung erforderlich - schlechte Noten können ein Hindernis sein - wenige Plätze pro Partneruniversität verfügbar |
Als Freemover werden Studenten bezeichnet, die ihr
Auslandsstudium unabhängig von den Kooperationsverträgen ihrer Heimatuniversitäten
organisieren. Das bedeutet, dass Freemover alle Formalitäten
sowohl an der Heimat- als auch an der Wunschuniversität selbst
erledigen. Das kann vor allen bei nicht englischsprachigen Universitäten ein ziemlicher Aufwand sein und für viel Frust bei der Bewerbung und Kursbelegung sorgen. Außerdem müssen
sie alle Kosten aus eigener Tasche decken (einschließlich Studiengebühren,
Unterkunft, etc.). Man kann sich aus verschiedenen Gründen für das Freemover-Modell entscheiden. Oftmals ist die Wunschuniversität einfach nicht unter den Partneruniversitäten der Heimatuni vertreten oder aber es werden nur eine sehr begrenzte Anzahl an Studienplätzen zur Verfügung gestellt (auf die sich dann gefühlte 10000 Kommilitonen bewerben). Es gibt auch die Studenten, die nicht von einem Programm wie Erasmus alles auf dem Silbertablett serviert bekommen wollen und es als Abenteuer sehen sich selbst in den Dschungel der Bürokratie eines anderen Landes zurechtzufinden.
Nochmal zusammengefasst
| + mehr Auswahl an Universitäten/Standorten + größere Anzahl an Studienplätzen + umfangreichere, gestalterische Freiheit |
- hoher Organisationsaufwand - evtl. hohe Kosten durch Studiengebühren - evtl. Schwierigkeiten bei der Anerkennung von Studienleistungen |
Für mich stand schon immer fest: Wenn ich einmal im Ausland studieren sollte, dann in Thailand. Meine Mutter stammt aus Thailand und in den vielen, kurzen Urlauben habe ich mich unsterblich in Bangkok verliebt. Seit 15 Jahren träume ich schon davon einmal dort zu leben. Umso besser dass es in meinem Studiengang Pflicht ist, ein Semester im Ausland zu verbringen.
Nachdem ich mich über die Partneruniversitäten informiert hatte, stand (leider) recht schnell fest dass ich als Freemover ins Ausland gehen werden. Thailand wurde von meiner Heimatuniversität zwar angeboten - allerdings nur drei Plätze für die gesamte Universität. Meine Chancen waren also relativ gering einen dieser begehrten Plätze zu ergattern.
Auf den International Days (eine Veranstaltung wo sich die Partneruniversitäten, Erasmus aber auch andere Dienstleister vorstellen) kam dann die Rettung: IEC und AsiaExchange!
IEC International Education Center
Das IEC bietet allen Freemovern erste Informationen zu möglichen Universitäten an und hilft ihnen bei der Bewerbung und weiteren Organisation:
IEC ist die offizielle Vertretung von über 100 ausländischen Universitäten aus neunzehn Ländern mit englischsprachigen Studienprogrammen. Wir bieten Ihnen als Free Mover einen umfassenden Informations- und Bewerbungsservice mit vielen Extras: Sie erfahren mehr über Finanzierung, Auslands-BAföG, können zahlreiche Erfahrungsberichte einsehen und gehen mit IEC sicher, dass Sie keine Zeit im Studium verlieren. IEC kann auf eine Erfolgsquote von 98% für Studienangebote verweisen. Die passende Universität finden Sie über die IEC Programmsuche. Stellen Sie uns Ihre Fragen online oder rufen Sie uns an!
Übrigens: Der IEC Service ist zertifiziert und kostenlos."
Asia Exchange
Asia Exchange ist das Partnerprogramm von IEC für den asiatischen Raum. Momentan bietet das Programm Studienplätze in Bali, Indonesien; Kuala Lumpur, Malaysia; Guangzhou und Shanghai in China; Bangkok und Phuket in Thailand, und Seoul in Korea an.
Weitere Infos zum Bewerbungsprozess bei AsiaExchange gibt es hier!!! Zudem hat Lisa von "My Thai Getaway" ausführlich dazu geschrieben. Besucht sie mal :)
Hilfreiche Links:
http://www.asiaexchange.org/de/
http://www.ieconline.de/
http://www.erasmusplus.de/
https://eu.daad.de/erasmus/de/
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